Struktur der Stiftungsfamilie

Organe

Die Organe der Stiftung BSW sind der Aufsichtsrat, der Gesamtvorstand und der aus seiner Mitte gebildete Geschäftsführende Vorstand, der Regionalvorstand sowie die Ortsstellenleitung. Hier geht es zur Verfassung der Stiftung BSW.

Die Organe der Stiftung EWH sind der Aufsichtsrat sowie der Gesamtvorstand und der aus seiner Mitte gebildete Geschäftsführende Vorstand. Hier geht es zur Verfassung der Stiftung EWH.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Stiftung BSW und der Stiftung EWH nimmt neben seiner Kontrolltätigkeit auch eine Beratungsfunktion des Gesamtvorstandes bzw. des Geschäftsführenden Vorstands wahr. Er besteht je aus zwölf Mitgliedern und ist paritätisch besetzt: Je sechs Mitglieder der Arbeitgebervertreter (DB AG und BEV) und sechs Mitglieder der Arbeitnehmervertreter (KBR und HPR). Die Aufsichtsrats-Mitglieder üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.

Gesamtvorstand

Der Gesamtvorstand ist das oberste Geschäftsführungsorgan der Stiftung BSW und der Stiftung EWH und besteht aus je sieben, höchstens neun Mitgliedern. Aus seiner Mitte wird der Geschäftsführende Vorstand als Vertretungsorgan bestellt, der aus mindestens zwei, höchstens vier Mitgliedern besteht. Der Gesamtvorstand mit Ausnahme der hauptamtlichen Geschäftsführenden Vorstandsmitglieder übt sein Amt ohne Anspruch auf Vergütung aus. Vorsitzender des Gesamtvorstandes ist Dr. Klaus Linde.

Geschäftsführender Vorstand

Die Stiftung BSW und die Stiftung EWH werden jeweils gerichtlich und außergerichtlich durch zwei hauptamtliche Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes gemeinschaftlich vertreten. Der hauptamtliche Geschäftsführende Vorstand ist Vorstand im Sinne des § 80 Abs. 1 BGB i.V.m. § 26 BGB. Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstandes ist Siegfried Moog.

Zusammensetzung

Vorsitzender des Gesamtvorstands ist Herr Dr. Klaus Linde, Leiter Beschäftigungsbedingungen und Sozialpolitik (HB) der DB AG (ehrenamtlich).

Weitere Mitglieder des Gesamtvorstands sind:
Frau Ute Plambeck, Vorstand Personal der DB Netz AG (ehrenamtlich),
Herr Thomas Schulz, Vorstand Personal der DB Schenker AG (ehrenamtlich),

Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstands ist Herr Siegfried Moog (hauptamtlich),
Geschäftsführender Vorstand Finanzen ist Herr Danilo Zanotti (hauptamtlich).

Weitere Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands sind:
Frau Heike Moll (ehrenamtlich und entsendet durch den KBR der DB AG)
Herr Holger Naujoks (ehrenamtlich und entsendet durch den HPR des BEV)

Interview mit Siegfried Moog und Danilo Zanotti

(v.l.) Danilo Zanotti und Siegfried Moog

Danilo Zanotti, erzählen Sie uns etwas über sich?

Ja, gern! Ich bin seit November 2006 für die Stiftungen BSW und EWH tätig, davor war ich bei der Deutschen Bahn AG, zuerst im Bereich Infrastruktur und dann im Bereich Konzernstrategie.

Mit meinen italienischen Wurzeln ist die „Familia“ natürlich das Zentrum aller Dinge: Meine drei Frauen (Ehefrau Julia und Töchter Clara, acht Jahre, und Elisa, sechs Jahre) sind meine Kraftquelle. Wie ein Akku ist er aber ab und zu auch mal (fast) leer – deshalb ist es mir besonders wichtig, dass in allen Belangen des Alltags immer ein besonderes Maß an Begeisterung mitschwingt. Auch kleine Dinge können viel Freude machen; Ich denke, das haben einige in den letzten, doch sehr von Corona geprägten Monaten gemerkt. Wir befinden uns in einer schnelllebigen Zeit, und es ist für viele von uns oft schwer, Schritt zu halten – das führt zu Sorgen und Ängsten. Vielleicht hilft es, manchmal etwas den Gang rauszunehmen – Entschleunigung ist das Stichwort. Sich bewusst zu machen, wie gut es einem geht im Vergleich zum ganzen Leid auf der Welt. Mir gelingt es dann oft, dass die eigenen Herausforderungen überschaubar werden und der Optimismus wieder Überhand gewinnt.

 

Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten in den beiden Stiftungen und wie unterscheiden sich BSW  und EWH, Danilo Zanotti?

Die Stiftung BSW ist ein starker Hammer – sie bietet viele attraktive Leistungen für unterschiedlichste Situationen unterschiedlichster Menschen. Die Stiftung EWH ist dagegen wie ein feiner Lötkolben – sie hilft den Menschen in besonderen Not- und Ausnahmesituationen. Zusammen sind sie ein super Werkzeugkasten – sie können vieles reparieren.

 

Welches Wachstumspotenzial haben die BSW-Hotels und -Ferienwohnungen, Danilo Zanotti?

Wir unterliegen als Sozialeinrichtung und Solidargemeinschaft nicht zwingend dem Wachstumszwang anderer Branchen; dennoch ist es natürlich auch für uns wichtig, wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten und gesund zu wachsen. Da aus meiner Sicht die innerdeutschen Urlaubsreisen zunehmen werden, möchten auch wir unsere Häuser noch etwas stärker auslasten, als es derzeit der Fall ist. Insbesondere die heute weniger bekannten Standorte wie das Lipper Bergland, das Lahntal, der Oberharz oder das Vogtland werden ihre Chance nutzen, sich als fantastische Urlaubsregionen zu präsentieren. 

Außerdem möchten wir die Anzahl der Programm- und Gruppenreisen in unseren Hotels steigern – wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein attraktives und abwechslungsreiches Programm für unsere Gäste wichtig ist, gerade an den Standorten, die kein Meer in der Nähe haben. In diesem Bereich haben wir noch Potenzial – dafür werden wir ab 2021 auch eine hauptamtliche Reiseleiterin einsetzen.

Darüber hinaus haben wir zwei weitere wichtige Ziele: Erstens möchten wir wieder die Jahresmarke von 10.000 Urlauberkindern in unseren Häusern knacken und zweitens die Anzahl von Reisen mit unseren Ortsstellen und Gruppen erhöhen – unsere Ehrenamtlichen sind das Rückgrat der Stiftungsfamilie.

Siegfried Moog
Vorsitzender des  Geschäftsführenden Vorstands

Danilo Zanotti
Finanzvorstand

Welchen Fokus werden Sie als Finanzvorstand setzen, Danilo Zanotti?

Die Coronapandemie wird auch an den Stiftungen nicht spurlos vorbeigehen. Wir sind mit einer in unserer Geschichte nie dagewesen finanziellen Belastung konfrontiert und die Auswirkungen werden uns noch eine längere Zeit begleiten. Es ist nun sehr wichtig, die richtige Kombination aus finanzieller Stabilität und gleichzeitiger Fortführung der ausgezeichneten Stiftungsarbeit zu finden. Unsere Aufgabe ist es, weiterhin die zur Verfügung stehenden Ressourcen so einzusetzen, dass wir für unsere Förderer und insbesondere für die Menschen, die Unterstützung benötigen, passgenaue Angebote zur Verfügung stellen. Das ist wichtig: die richtigen Leistungen zu entwickeln, um möglichst vielen Menschen individuell, schnell und pragmatisch helfen zu können – sowohl bei den vielen Herausforderungen des Alltags als auch in den schwierigen Situationen, in denen nicht alles nach Plan läuft. 
Auch unser Reiseangebot nimmt hierbei eine besondere Rolle ein: Die Bedeutung von Urlaub in Deutschland wird durch Corona in den nächsten Jahren nochmals erheblich zunehmen – das ist für die BSW-Hotels und -Ferienwohnungen eine erfreuliche Entwicklung. Wir möchten sicherstellen, dass Urlaub in unseren Häusern attraktiv, bezahlbar und ein Stück weit außergewöhnlich bleibt – und zwar für alle: für Familien mit Kindern, für unsere treuen Senioren, für Gruppen und Ortsstellen sowie für unsere Tagungsgäste – eine bunte Mischung eben, wie in einer großen Familie.

 

Und wie sehen Sie das, Siegfried Moog?

Da kann ich Danilo Zanotti nur beipflichten. Ich bin seit 36 Jahren Teil der Stiftungsfamilie und mir sind Zusammenhalt und Solidarität persönlich wie beruflich ausgesprochen wichtig. Darum geht es doch im Kern: dass wir gemeinsam agieren, gemeinsam den Herausforderungen des Lebens begegnen, dass wir denjenigen helfen, die Unterstützung benötigen – und nicht zuletzt auch eine gute, für alle gewinnbringende Zeit haben. „Miteinander – Füreinander“, das Motto der Stiftungsfamilie, trifft es für mich auf den Punkt.

Die Stiftungen BSW und EWH bieten zusammen mit dem starken Ehrenamt ein breit gefächertes Portfolio in den Bereichen Soziales, Freizeit und Reise für die Bahnbeschäftigten und ihre Familien und legen so das Fundament für eine Triple-Win-Situation: gegenseitige Unterstützung, gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz, Gutes tun. Ich freue mich ehrlich, nun auch hauptamtlich meinen Part beitragen zu können. 

 

Wenn Sie drei Wünsche für die Stiftungsfamilie frei hätten, welche wären das?

Danilo Zanotti: Das ist einfach: Jeder Eisenbahner in ganz Deutschland 1. kennt uns, 2. mag uns, 3. nutzt uns.

Siegfried Moog: Da bin ich dabei! Mit Blick auf meine bisherige berufliche Erfahrung hänge ich allerdings einen vierten Wunsch an: Lassen Sie uns auf Augenhöhe kommunizieren, offen miteinander reden, frei austauschen, laut denken und gemeinsam nach vorn  gehen!